Echte Bekehrung befreit von Sünde und heiligt deinen Tempel!

Echte Bekehrung befreit von Sünde und heiligt deinen Tempel!

Gottes Wille befreit bei einer echten Bekehrung von jeglicher Sünde!
Nicht von einer, zwei, drei oder einigen, sondern von jeglichen, also von allen Sünden!

Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: … Matthäus 4:4 

… eure Sünden haben euch von eurem Gotte getrennt, und eure Sünden haben bewirkt, daß er das Antlitz vor euch verbarg, um nicht zu hören. Jesaja 59:2 

Wisset ihr nicht: wem ihr euch als Knechte hingebet, ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müßt ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Römer 6:16 

Denn der Tod ist der Sünde Sold; … Römer 6:23 

Jesus antwortete ihnen:
Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Jeder, der Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde.
Der Sklave aber bleibt nicht für den Äon im Haus, jedoch der Sohn bleibt für den Äon. Folglich, wenn euch der Sohn davon (von der Sünde) frei macht, werdet ihr wirklich frei sein. Johannes 8:34-36

Keiner, der aus Gott geboren ist, tut Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. 1.Johannes 3:9 

Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern wer aus Gott geboren ist, hütet sich, und der Arge tastet ihn nicht an. 1.Johannes 5:18 

Wer durch den Herrn Jesus lebt, der kann nicht mehr sündigen!

Das schreibt auch die Prophetin Gottes, Ellen G. White:

„Eine echte Bekehrung verändert das Erbgut und die Neigung zum Bösen. …“ Brief 105, 1893;
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 1 – 2001, S. 135

Der Sünde keinen Raum geben.

„Jeder sollte wissen, wie notwendig das [verändernde] Wirken des Heiligen Geistes ist. Nur wenn er als Stellvertreter Christi akzeptiert und geschätzt wird, [und erkannt wird, dass] dessen Werk die Erneuerung und Heiligung des ganzen Wesens umfasst, können bedeutsame Wahrheiten, die den Menschen anvertraut wurden, ihre Wirkung auf das Denken entfalten. Es reicht nicht, eine [gewisse] Kenntnis der Wahrheit zu besitzen. Wir sollen in der Liebe wandeln und wirken und unseren Willen mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung bringen. Von denen, die das tun, sagt der HERR: „Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben.“ Hebräer 8,10. Gott ist die allmächtige Kraft bei diesem Werk der Veränderung. Durch seinen Heiligen Geist schreibt er sein Gesetz in unsere Herzen.
Auf diese Weise wird die Beziehung zwischen Gott und einem Menschen erneuert. „Sie werden mein Volk sein“, sagt Gott, und „ich werde ihr Gott sein.“ V. 10 (GNB); vgl. Jeremia 31,33. „Es gibt keine Charaktereigenschaft, die ich den Menschen nicht gern geben würde, damit sie mein Bild widerspiegeln können.“ Wenn wir es zulassen, dass Gott seinen Willen in uns hineinlegt, werden wir der Sünde keinen Raum geben. Das reinigende Feuer wird jede Schlacke verzehren. … Advent Review and Sabbat Herald, 10. Juni 1902.“
Ellen G. White, Das Wirken des Heiligen Geistes, S. 246

Sündhafte Gedanken werden verbannt, böse Taten vermieden.

„Während der Wind selbst unsichtbar ist, erzeugt er Wirkungen, die man sehen und spüren kann. So offenbart sich das Wirken des Heiligen Geistes in jeder Handlung des erlösten Menschen. Sobald der Geist Gottes vom Herzen Besitz ergreift, gestaltet er das Leben um: Sündhafte Gedanken werden verbannt, böse Taten vermieden; Liebe, Demut und Frieden nehmen die Stelle von Zorn, Neid und Zank ein. Freude tritt an die Stelle von Traurigkeit, und auf dem Angesicht spiegelt sich das Licht des Himmels. Keiner sieht die Hand, die die Last aufhebt, oder erblickt das Licht, das von den himmlischen Vorhöfen herableuchtet. Der Segen stellt sich ein, wenn ein Mensch sich im Glauben dem Herrn ergibt. Dann schafft die dem menschlichen Auge unsichtbare Macht ein neues, dem Bilde Gottes ähnliches Wesen.“
Ellen G. White, Das Wirken des Heiligen Geistes, S. 10

Kein Sklave von ererbten oder gepflegten Neigung oder Gewohnheiten.

„Wir sind keine Sklaven unseres Erbguts — Die wesentliche Frage für uns lautet: Besitzen wir die Eigenschaften Christi? Entschuldigungen sind zwecklos. Egal, wie die Begleitumstände, Leidenschaften und Gelüste sein mögen — sie herrschen nicht über den Gottesfürchtigen, sondern er hat Kontrolle über sie. Ein Christ braucht nicht Sklave irgendeiner ererbten oder gepflegten Neigung oder Gewohnheit zu sein. Special Testimonies, Serie A IX, 56 (1897); Testimonies to Ministers and Gospel Workers 421.“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 1 – 2001, S. 135

Von aller ererbten und anerzogenen Unvollkommenheit gereinigt.

„Der Glaube heiligt ererbte Unvollkommenheiten — Jene, die durch ein kluges Verständnis der Schrift das Kreuz (wörtl: Pfahl) im rechten Licht sehen und wahrhaft an Christus glauben, besitzen eine sichere Glaubensgrundlage. Sie haben den Glauben, der durch die Liebe tätig wird und die Seele von aller ererbten und anerzogenen Unvollkommenheit reinigt. Testimonies for the Church VI, 238 (1900).“
Ellen G. White, Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 1 – 2001, S. 135-136

„Der in dem Mehl verborgene Sauerteig wirkt unsichtbar und durchsäuert alles; so wirkt auch der Sauerteig der Wahrheit im geheimen, ruhig und beständig, und die Seele wird umgebildet. Die natürlichen Neigungen werden unterdrückt und verändert; neue Gedanken, neue Gefühle, neue Beweggründe werden eingepflanzt; als neue Richtschnur für die Ausbildung des Charakters dient nun das Leben Christi. Das Gemüt wird umgestaltet, die Kräfte und Gaben werden in neuen Richtungen verwertet. Es werden dem Menschen keine neuen Geistesfähigkeiten verliehen, sondern die vorhandenen werden geheiligt, das Gewissen wird erweckt und die Charakterzüge so entwickelt, daß sie ihn befähigen, etwas für Gott zu tun.
Oft wird die Frage laut: warum gibt es denn so viele, die vorgeben dem Worte Gottes zu glauben, obgleich an ihnen keine Reformation in Worten, im Geiste und im Charakter zu sehen ist? Warum gibt es so viele, die es nicht vertragen können, wenn ihren Plänen und Absichten widersprochen wird, die ein ungeheiligtes Gemüt besitzen und deren Worte barsch, herrisch und leidenschaftlich sind? In ihrem Leben zeigt sich noch dieselbe Eigenliebe, dieselbe selbstsüchtige Nachsicht gegen das eigene Ich, dieselbe aufgeregte, unüberlegte Sprache, wie im Leben des Weltmenschen. Man sieht denselben empfindlichen Stolz, dasselbe Nachgeben in den natürlichen Neigungen, dieselbe Verkehrtheit des Charakters, als ob die Wahrheit ihnen gänzlich unbekannt wäre. Die Ursache davon ist, daß sie nicht wirklich bekehrt sind. Sie haben den Sauerteig der Wahrheit nicht im Herzen verborgen, sie haben ihm noch nie Gelegenheit gegeben, sein Werk zu verrichten. Ihre natürlichen und anerzogenen Neigungen zum Bösen sind seiner umbildenden Kraft nicht unterworfen worden. Ihr Leben offenbart die Abwesenheit der Gnade Christi und den Unglauben an seine Macht, den Charakter umzubilden.“
Ellen G. White, Christi Gleichnisse, S. 70-71

Bei der Wiedergeburt wird das Herz in Harmonie mit Gott, in Einklang mit seinem Gesetz gebracht.

„Das Gesetz offenbart dem Menschen seine Sünde; aber es sieht keinen Heilsweg vor. Während es dem Gehorsamen Leben verheißt, erklärt es, daß der Tod das Los des Übertreters ist. Das Evangelium Christi allein vermag ihn von der Verdammnis oder von der Befleckung der Sünde zu befreien. Er muß Buße tun vor Gott, dessen Gesetz er übertreten hat, und an Christus, sein Sühnopfer, glauben. Dadurch werden ihm seine Sünden vergeben, und er wird Teilhaber der göttlichen Natur. Er ist ein Kind Gottes und hat den Geist der Kindschaft empfangen, durch den er ausruft: „Abba, lieber Vater!“ Römer 8,15.

Steht es ihm nun frei, Gottes Gesetz zu übertreten? Paulus fragt: „Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.“ „Wie sollten wir in der Sünde wollen leben, der wir abgestorben sind?“ Und Johannes erklärt: „Das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“ Römer 3,31; Römer 6,2; 1.Johannes 5,3. Bei der Wiedergeburt wird das Herz in Harmonie mit Gott, in Einklang mit seinem Gesetz gebracht. Ist diese gewaltige Umgestaltung im Herzen des Sünders erfolgt, so hat er den Weg vom Tode zum Leben, von der Sünde zur Heiligkeit, von der Übertretung und Empörung zum Gehorsam und zur Treue beschritten. Das alte Leben der Entfremdung von Gott hat aufgehört; das neue Leben der Versöhnung, des Glaubens und der Liebe hat begonnen. Dann wird „die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt …, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist“ (Römer 8,4) und der Mensch spricht: „Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich rede ich davon.“ Psalm 119,97.

„Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ Ohne das Gesetz hat der Mensch keinen richtigen Begriff von der Reinheit und Heiligkeit Gottes oder von seiner eigenen Schuld und Unreinheit. Er ist von der Sünde nicht wirklich überzeugt und fühlt nicht das Verlangen, zu bereuen. Da er seinen verlorenen Zustand als Übertreter des Gesetzes Gottes nicht erkennt, ist er sich nicht bewußt, daß er des versöhnenden Blutes Christi bedarf. Die Hoffnung des Heils wird ohne eine gründliche Umgestaltung des Herzens oder Änderung des Lebenswandels angenommen. Auf diese Weise gibt es viele oberflächliche Bekehrungen, und ganze Scharen schließen sich der Kirche an, die nie mit Christus vereint worden sind.

Irrige Lehren der Heiligung, die ebenfalls der Vernachlässigung oder Verwerfung des göttlichen Gesetzes entspringen, nehmen in den heutigen religiösen Bewegungen einen hervorragenden Platz ein. Diese Ansichten sind nicht nur falsch in der Lehre, sondern auch gefährlich in ihrer praktischen Wirkung; durch die Tatsache, daß sie eine so allgemeine Annahme finden, ist es doppelt notwendig, daß alle deutlich verstehen, was die Schrift darüber lehrt.

Wahre Heiligung ist eine biblische Lehre. Der Apostel Paulus erklärte in seinem Brief an die Thessalonicher: „Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ Und er betete: „Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch.“ 1.Thessalonicher 4,3; 1.Thessalonicher 5,23. Die Bibel lehrt eindeutig, was Heiligung ist und wie sie erlangt werden kann. Der Heiland betete für seine Jünger: „Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.“ Johannes 17,17. Und Paulus lehrte, daß die Gläubigen durch den Heiligen Geist geheiligt werden sollen. Römer 5,16. Was ist das Werk des Heiligen Geistes? Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten.“ Johannes 16,13. Auch der Psalmist sprach davon: „Dein Gesetz ist Wahrheit.“ Durch das Wort und den Geist Gottes werden den Menschen die erhabenen, im Gesetz Gottes verkörperten Grundsätze der Gerechtigkeit erschlossen. Und da das Gesetz Gottes „heilig, recht und gut“ ist, ein Abbild der göttlichen Vollkommenheit, so folgt daraus, daß ein im Gehorsam gegen jenes Gesetz geformter Charakter auch heilig sein wird. Christus ist ein vollkommenes Beispiel eines solchen Charakters. Er sagt: „Gleichwie ich meines Vaters Gebote halte.“ „Ich tue allezeit, was ihm gefällt.“ Johannes 15,10; Johannes 8,29. Die Nachfolger Christi sollen ihm gleich werden, sollen durch Gottes Gnade Charaktere entwickeln, die mit den Grundsätzen seines heiligen Gesetzes übereinstimmen. Nur so kann biblische Heiligung verstanden werden.

Sie kann nur durch den Glauben an Christus, durch die Macht des innewohnenden Geistes Gottes erreicht werden. Paulus ermahnt die Gläubigen: „Schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist‘s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ Philipper 2,12.13. Der Christ wird den Reiz der Sünde fühlen; aber er wird sie beständig bekämpfen. Hier ist die Hilfe Christi vonnöten. Menschliche Schwäche verbindet sich mit der göttlichen Kraft, und der Glaube ruft aus: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesus Christus!“ 1.Korinther 15,57.

Die Heilige Schrift zeigt deutlich den sich aufwärts entwickelnden Charakter der Heiligung. Wenn der Sünder bei seiner Bekehrung durch das Blut der Versöhnung Frieden mit Gott findet, so hat das christliche Leben eben erst begonnen. Jetzt muß er „zur Vollkommenheit fahren“, heranwachsen zu einem vollkommenen Menschen, „der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi“. Hebräer 6,1; Epheser 4,13. Der Apostel Paulus schreibt: „Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist, und jage — nach dem vorgesteckten Ziel — nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu.“ Philipper 3,13.14. Petrus zeigt uns die Schritte, die zum Erlangen biblischer Heiligung erforderlich sind: „So wendet allen euren Fleiß daran und reicht dar in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Gottseligkeit und in der Gottseligkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe allgemeine Liebe; … denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln.“ 2.Petrus 1,5-10.
Wer die biblische Heiligung an sich erfahren hat, wird einen demütigen Geist bekunden. Gleichwie Mose wird er die ehrfurchtgebietende Majestät der Heiligkeit erblicken und seine eigene Unwürdigkeit im Gegensatz zu der Reinheit und der erhabenen Vollkommenheit des Ewigen gesehen haben.“
Ellen G. White, Der große Kampf 1973, S. 465-468

Wer sich für vollkommen hält, zufrieden mit seinem Zustand ist und meint, er sei ganz in Ordnung, dem werden die Gnade und die Gerechtigkeit Christi nichts nützen.

„Wir müssen uns Gott übergeben, damit er uns erneuern, heiligen und für den Himmel bereit machen kann. Wir dürfen dabei nicht auf einen besonderen Zeitpunkt warten. Heute sollen wir uns ihm ergeben und uns weigern, weiter der Sünde zu dienen. Ihr meint, ihr könnt die Sünde langsam und allmählich aufgeben? Dreht dieser verfluchten Sache sofort und ganz entschieden den Rücken zu. Verabscheut, was Christus verabscheut. Liebt, was Christus liebt. Hat er nicht durch sein Leiden und seinen Tod die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß ihr von Sünde gereinigt werdet? Wenn wir zu begreifen beginnen, daß wir Sünder sind, und auf den Felsen fallen, um zu zerbrechen, dann wird er uns liebevoll in die Arme nehmen und uns ganz nah zu sich ziehen. Seine Herrlichkeit wird uns bezaubern, und unsere eigene „Gerechtigkeit“ wird uns anwidern. Wir müssen unter das Kreuz (wörtl: Pfahl) treten. Je demütiger wir werden, desto schöner wird uns Gottes Liebe leuchten. Wer sich für vollkommen hält und, zufrieden mit seinem Zustand, meint, er sei ganz in Ordnung, dem werden die Gnade und die Gerechtigkeit Christi nichts nützen. Wer nicht erkennt, daß er göttliche Erleuchtung und Hilfe braucht, der sperrt Christus aus seinem Leben aus.

Jesus sagt: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“ Matthäus 5,3. Gott bietet uns Gnade in Fülle. Er will uns reichlich seinen Geist und seine Kraft zur Verfügung stellen. Begnügt euch nicht mit der leeren Spreu eurer Selbstgerechtigkeit, geht zum Herrn. Er hält das beste Kleid für euch bereit und möchte euch mit offenen Armen empfangen. Dann wird er sagen: „Zieht ihm die schmutzige Kleidung aus, bekleidet ihn mit einem neuen Gewand.“ 

Sollen wir warten, bis unser Gefühl uns sagt, daß wir gereinigt sind? Nein. Christus hat uns sein Wort gegeben: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ 1.Johannes 1,9. Gottes Wort gibt euch Gewißheit. Ihr dürft nicht auf gute Gefühle warten, um erst dann glauben zu können, daß Gott euch gehört hat. Gefühle haben nichts zu besagen, denn sie sind wechselhaft wie die Wolken. Ihr braucht eine feste Grundlage für euren Glauben. Auf das Wort des Herrn könnt ihr euch verlassen, denn es ist ein unendlich mächtiges Wort. Christus hat gesagt: „Bittet, so wird euch gegeben.“ Schaut nach Golgatha. Hat Jesus nicht gesagt, daß er euer Fürsprecher ist? Hat er nicht versprochen, euch alles zu geben, worum ihr in seinem Namen bittet? Ihr dürft euch nicht darauf verlassen, daß ihr gut seid oder gute Werke tut. Macht euch statt dessen abhängig von der Sonne der Gerechtigkeit. Glaubt daran, daß Jesus eure Sünden fortgenommen und euch seine Gerechtigkeit geschenkt hat.

Kommt als reuige Sünder zu Gott. Kommt im Namen Jesu, eures göttlichen Fürsprechers, zu eurem Vater. Er ist gnädig und vergibt euch. Glaubt daran, daß er tun wird, was er zugesagt hat. Wenn ihr von Gott gesegnet werden möchtet, klopft bei ihm an, wartet vor dem Thron der Gnade und erinnert ihn voller Vertrauen: „Du, Herr, hast gesagt: Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ Matthäus 7,8. Der Herr sehnt sich danach, daß Menschen, die Gott suchen, ihm, dem Allmächtigen, Vertrauen schenken.

Anhand eines alltäglichen Vorgangs hat Jesus versucht, uns zu verdeutlichen, wie gern Gott unsere Bitten erhört. Er sagte: „Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!“ Matthäus 7,9-11. Christus verglich Gottes Bereitschaft zu helfen mit der natürlichen Fürsorge von Eltern für ihre Kinder. Kein Vater würde sich abwenden, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet. Wie kann man dann Gott so verachten, daß man sich vorstellt, er werde das Bitten seiner Kinder ignorieren? Können wir uns vorstellen, daß Eltern ihr Spiel mit ihrem Kind treiben und es mit schönen Versprechungen auf die Folter spannen, nur um es dann zu enttäuschen? Daß ein Vater seinem Kind einen Leckerbissen verspricht und ihm dann einen Stein gibt? Wenn schon ihr, die ihr menschlich und böse seid, euren Kindern Gutes gebt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn darum bitten. Der Herr versichert, er werde jedem, der ihn darum bittet, den Heiligen Geist senden.

Christus ergänzt das Bekenntnis des reuigen, gläubigen Sünders durch seine eigene Gerechtigkeit. So kommt das Gebet des gefallenen Menschen einem Rauchopfer gleich vor den Vater, und dem Gläubigen wird die Gnade Gottes zuteil. Gott sagt dem zitternden, reuigen Sünder: Du sollst „meinen Schutz ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir“. Jesaja 27,5 (EB). „So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ Jesaja 1,18. Wollt ihr ihn mit euch rechten lassen? Wollt ihr euch ganz und gar eurem treuen Schöpfer übergeben? Dann kommt, laßt uns im Lichte seines Angesichts leben, und betet wie David: „Entsündige mich mit Ysop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde.“ Psalm 51,9. Nehmt das Opfer Christi im Glauben für euch in Anspruch, denn nur so könnt ihr „schneeweiß“ werden. Aber ihr sagt: „Wir bringen es nicht übers Herz, all unsere Götzen aufzugeben.“ Alles für Gott aufzugeben bedeutet, auf den Felsen zu fallen und zu zerbrechen. Also gebt alles für ihn auf. Denn wenn ihr euch nicht zerbrechen laßt, seid ihr für ihn wertlos.

Wendet euch von den löchrigen Zisternen ab, die kein Wasser halten können. Kommt im Namen Jesu, eures Fürsprechers, direkt zu Gott. Bittet ihn, euch zu geben, was ihr braucht. Dann wird Christi Gerechtigkeit zu eurer Gerechtigkeit werden, seine Rechtschaffenheit zu eurer Rechtschaffenheit. Dann werdet ihr auch verstehen, daß Gerechtigkeit nur durch den Glauben an Jesus bewirkt wird, denn nur in Christus zeigt sich, daß Gott von seinem Wesen her vollkommen ist. Nur am Leben Jesu wird deutlich, was Heiligkeit ist. Das versöhnende Blut Christi befreit den Sünder von Knechtschaft und Verdammnis. Die Vollkommenheit seines sündlosen Stellvertreters und Bürgen macht es ihm möglich, den Geboten Gottes zu gehorchen. Ohne Christus wird der Mensch durch das Gesetz verdammt, denn er ist ein Sünder. Durch den Glauben an Christus wird er aber vor Gott gerecht gesprochen.“
Ellen G. White, Für die Gemeinde geschrieben – Band 1, S. 335-338

Wie sieht das wahre Christentum aus?

„Christentum — wie viele gibt es, die nicht wissen, was dies ist. Es ist nicht etwas, das wir äußerlich anziehen. Es ist ein Leben, verwoben mit dem Leben Christi. Es bedeutet, daß wir das Kleid der Gerechtigkeit Christi tragen.“
Ellen G. White, Zeugnisse für Prediger und Evangeliumsarbeiter – 1989, S. 109

Ein wirkliches Christenleben ist der stärkste Beweis für das Christentum!

„Wir sollen Gott nicht allein durch das Predigen der Wahrheit oder das Verteilen von Schriften bezeugen. Denkt daran, dass ein wirkliches Christenleben der stärkste Beweis für das Christentum ist und dass ein minderwertiger christlicher Charakter mehr Schaden in der Welt anrichten kann als der eines Weltmenschen. Selbst alle Bücher, die je geschrieben wurden, können kein heiliges Leben bewirken. Die Menschen glauben nicht, was der Prediger sagt, sondern was die Gemeinde auslebt. Nur zu oft wird der Einfluss einer Predigt durch das Leben derer vereitelt, die Vertreter der Wahrheit sein wollen. Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, 248
Christus übte während seines Lebens auf dieser Erde einen unbegrenzt wirkenden Einfluss aus, der ihn mit Gott und der ganzen menschlichen Familie verband. Durch Christus hat Gott in den Menschen eine Kraft geweckt, die es ihnen unmöglich macht, für sich selbst zu leben. Wir Menschen sind alle ein Teil von Gottes großer Schöpfung, deshalb gehören wir zusammen und sind uns gegenseitig verpflichtet. Niemand lebt völlig unabhängig für sich allein; ob es jemanden gut oder schlecht geht, hat auch auf die Menschen in seiner Umgebung bestimmte Auswirkungen. Nach Gottes Vorstellungen soll sich jeder für das Glück des anderen verantwortlich fühlen. Bilder vom Reiche Gottes 277.
Die Religion der Bibel soll nicht zwischen den Deckeln eines Buches oder innerhalb der Kirchenmauern eingeschlossen sein; sie soll nicht nur dann und wann zu unserer Wohlfahrt hervorgeholt und dann sorgfältig wieder beiseite gelegt werden. Sie muss vielmehr das tägliche Leben heiligen, sich in jedem geschäftlichen Unternehmen, in allen gesellschaftlichen Beziehungen offenbaren. Das Leben Jesu 295.
Es ist Gottes Absicht, sich vor der Welt in seinen Kindern zu verherrlichen. Er erwartet, dass alle, die den Namen Christi tragen, ihn in Gedanken, Worten und Taten darstellen. Ihre Gedanken müssen rein, ihre Worte edel und erhebend sein, damit sie ihre Umgebung näher zum Heiland ziehen. Christi Religion soll mit all ihrem Tun und Reden verwoben sein. Jede geschäftliche Tätigkeit soll den Wohlgeruch der Gegenwart Gottes ausströmen. Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, 248.“
Ellen G. White, Im Dienst für Christus – 2004, S. 33-34

Passend zu dem Thema, durch Christus von aller Sünde frei zu werden und ohne Sünde zu leben, kannst du auch in den nachfolgenden Beiträgen lesen:
Durch Jesus nicht mehr sündigen.

Möchtest du mehr über die Prophetin Gottes, Ellen G. White erfahren?
Warum gab Gott dem Volke durch Ellen G. White das kleinere Licht?

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